Spanischaustausch Andújar 2018

Am 22. September war es nun soweit. 10 Schülerinnen und Schüler des BGW 12/13 verbrachten, unter der Aufsicht der Lehrkräfte Bartels und Hackbarth, eine abwechslungsreiche und ereignisreiche Woche in dem weit entfernten Andújar in Südspanien. Nachdem die Spanier März 2017 in das kalte Deutschland reisten, freuten sich die Schülerrinnen und Schüler die spanischen Austauschschülerinnen und Austauschschüler im warmen Spanien wiederzusehen, denn schon der Austausch hier in Deutschland sorgte für viele neue Freundschaften unter den Schülern.

Die Hinreise zog sich sehr lange hin. Obwohl die Reise von Hameln bereits um 9:00 Uhr begonnen hatte, kamen wir erst gegen 1:00 in Andújar an. Die teils bedrückte Stimmung der deutschen Schülerinnen und Schüler nach der langen Fahrt verflog jedoch durch das angenehme Wetter und der netten Begrüßung unserer spanischen Freunde.


Gleich am Samstag fuhren die Schülerinnen und Schüler morgens nach Jaén und aßen dort gemeinsam zu Frühstück „Churros“, ein Fettgebäck, dass in Öl frittiert und mit Zucker bestreut wird und welches eine Spezialität Spaniens darstellt. Die spanischen Schülerinnen und Schüler zeigten uns außerdem die Innenstadt, sowie die Kathedrale von Jaén. Spätestens nach diesem Tag waren die anfänglichen Schwierigkeiten der durchgängig geforderten Kommunikation in Spanisch und Englisch schnell beseitigt.
Am Sonntag fuhren Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler nach Córdoba, der drittgrößten Stadt Andalusiens. Zu finden ist dort die aus einer Moschee hervorgegangene „Mezquita-Catedral“, die seit 1984 ein Großteil der Altstadt ausmacht und bis heute einer der größten erhaltenen Europas ist. Gegen Abend gab es dann das erste gemeinsame Essen in Andújar mit spanischen, sowie deutschen Schülern und Lehrkräften.


Montag hieß es dann früh aufstehen, denn auch die Spanier mussten während eines Austausches zur Schule gehen. Die deutschen Schülerinnen und Schüler gingen begeistert mit und begleiteten ihre Austauschpartner für eine Stunde in den Unterricht. Sehr schnell ließen sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Unterrichtsgestaltung zwischen Deutschland und Spanien herausfinden. Ein nachträglicher Stadtrundgang in Andújar rundete den Vormittag ab.


Am Dienstag fuhren wir nach Granada, die vor allem wegen ihrer Universität, welche eine der größten Bildungseinrichtungen in Spanien ist, in Erinnerung gebracht wird. Zusammen besuchten wir die bedeutendsten Bauten aus der islamisch-arabischen Zeit, welche zur Festung „Alhambra“ gehören. Sie ist eine Ansammlung von Palästen und die größte profane Anlage dieser Art in Spanien und ist berühmt für ihre Stuckdecken und den Löwenbrunnen.


Mittwoch war Wandertag und deshalb fuhren Schülerinnen und Schüler und die Lehrkräfte in ein Naturschutzgebiet, welches sehr hoch auf den Bergen lag. Ziel war ein großer Platz inmitten des Naturschutzgebietes, in der ein Fluss die Möglichkeit anbot schwimmen zu gehen. Während der Wanderung sahen Schülerinnen und Schüler viele freilaufende Tiere, wie Hirsche oder Geier. Ein Bad im Fluss, sowie ein gemeinsames Picknick ließen den Nachmittag abklingen.


Der letzte Tag begann vormittags mit einem Projekt in einem Naturpark. Schülerinnen und Schüler wurden in jeweils mit ihren Austauschpartnern in Vierergruppen unterteilt. Jede Gruppe bekam eine Karte des Parks, die an verschiedenen Plätzen mit Nummern markiert waren. Ihre Aufgabe war nun, dass sie an diesen Plätzen Zettel finden mussten, die sie über ein Tier, welches in Andalusien lebt, aufklären sollte. Dabei war besonders die Kommunikation innerhalb der Gruppen gefragt, welche jedoch alle sehr gut bewältigten. Die schnellste Gruppe bekam als Preis Poster von diesen verschiedenen Tieren von der Projektleiterin geschenkt. Nach diesem anstrengenden Vormittag hatten Schülerinnen und Schüler Zeit sich nachmittags auszuruhen, um sich auf das Abschiedsessen in der spanischen Partnerschule vorzubereiten. So endete ein gelungener Austausch, verbunden mit vielen neuen Freundschaften, Eindrücken und kulturellen Erlebnissen.

Autor: Alois Klapproth, BGW15a