Einzelhandelskaufleute in der Autostadt Wolfsburg

Am Donnerstag  besuchten wir, die Klasse KE17c, mit unserem Lehrer Herr Stege, die Autostadt in Wolfsburg. Wir erlebten an einem kalten Wintertag ein weihnachtlich geschmücktes und beleuchtetes Gelände. Nachdem wir uns die einzelnen Pavillons der verschiedenen VW-Marken angeschaut hatten, wurden wir mit einem Solarschiff auf dem Mittellandkanal zu den Produktionshallen gefahren. Dort stiegen wir in eine Art Zug und fuhren damit direkt durch die Werkshallen. Dort konnten wir quasi hautnah miterleben, was wir in Lernfeld 1 unter dem Begriff „Arbeitsteilung“ gelernt hatte, nämlich die zunehmende Spezialisierung von Arbeit und die Zerlegung von Arbeitsschritten. Wir hatten den Eindruck, dass fast ebenso viel Roboter wie Menschen an der Produktion beteiligt sind. An einem VW-Golf wird heute nur noch ca. 19 Stunden gearbeitet (abgesehen von den Transportwegen zwischen den einzelnen Hallen), und alle 18 Sekunden läuft ein fertiges Auto vom Band. 3500 sind es pro Tag im größten Autowerk der Welt. Die aktuellen Probleme des Konzernes bezüglich der Abgasproblematik kamen nicht zur Sprache, ebenso wenig wie die Tatsache, dass genau an diesem Tag in den USA ein Manager von VW wegen des Abgas-Betruges zu 7 Jahren Haft verurteilt wurde.

Insgesamt war das für uns ein sehr interessanter Besuch. Unerwartet hatten wir sogar die Gelegenheit, auf der schönen Eisbahn, die in der Autostadt angelegt wurde, Schlittschuh zu fahren.