Junge Kaufleute der HLA werben in Supermärkten für fairen Handel

Probieraktionen sollen Lust auf mehr machen: Info- und Verkostungsstände in Supermärkten

 

Bereits zum vierten Mal werben Schülerinnen und Schüler der Hamelner Handelslehranstalt für den Kauf von fair gehandelten Lebensmitteln und stellen die breite Produktpalette vor, die mittlerweile in Supermärkten und Discountern angeboten wird: Am 25.09.18 und 26.09.2018 von 10.00 bis 13.00 Uhr werden 40 Auszubildende des Lebensmitteleinzelhandels zeitgleich in 11 Supermärkten an selbstgebauten Ständen Kunden Informationen und Verkostungsproben zum Thema Fairer Handel offerieren.

 

© HLA Hameln

Schon lange ist der Einkauf von nachhaltig produzierten Waren nicht mehr nur auf die Weltläden beschränkt. Kaffee, Orangensaft, Schokolade, Kekse, Tee, Bananen und sogar Rosen aus Fairem Handel und in hervorragender Qualität stehen längst auch in den Regalen der Supermärkte und Discounter. Aber eben bescheidener: Durch ihre Platzierung auf den unteren Regalen und mit ihren oftmals zurückhaltenden Verpackungen fallen sie nicht so sehr in Auge. Das möchten die jungen Nachwuchs-Kaufleute, die viel Wissenswertes über die nachhaltigen Produktions- und Handelsbedingungen berichten können, ändern. Unterstützt von ihren Ausbildungsbetrieben wollen sie die Marktkunden an ihren selbstgebauten Infoständen auf das Thema „Fairer Handel“ ansprechen und zum Probieren von fair gehandelten Waren einladen.

Die Aktion findet statt im Rahmen der bundesweiten Fairen Woche – der größten Aktionswoche des Fairen Handels in Deutschland, denn längst ist das Thema Nachhaltigkeit fest in den Lehrplänen verankert. Unter dem Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“ laden Weltläden, Schulen, Kommunen, gastronomische Betriebe und andere Akteure dazu ein, den Fairen Handel kennen zu lernen. Ziel des Engagements der Schüler ist es, dem blau-schwarz-grünem „Fairtrade-Siegel“ neue Kunden zu verschaffen und für soziale Arbeitsbedingungen zu werben. Unter der Leitung der Lehrerinnen Kathrin Schaper und Sylke Jabs haben die angehenden Einzelhandelskaufleute in den letzten Wochen das Thema Nachhaltigkeit erarbeitet und viel Grundwissen zu den Themen Arbeits- und Produktionsbedingungen und fairer Handel erworben, so dass sie die Verbraucher über die Besonderheiten des fairen Handels informieren, auf Fragen antworten und zum Kauf nachhaltiger Waren motivieren können.

Veranstaltungsorte der Aktion am 25.09.2018 von 10.00 bis 13.00 Uhr:

  • REWE Kühme OHG, Blankeschmiede 3, 31855 Aerzen
  • Aldi Nord, Hastenbecker Weg 46, 31785 Hameln
  • REWE Leifholz OHG, Kreuzstraße 1, 32676 Lügde
  • Netto Marken-Discount, Dammstr. 2a, 31863 Coppenbrügge
  • EDEKA-Center, An der Schwage 1, 31812 Bad Pyrmont

Veranstaltungsorte der Aktion am 26.09.2018 von 10.00 bis 13.00 Uhr:

  • EDEKA Durasin e.K., Hildesheimer Str. 5, 31789 Hameln
  • EDEKA-Center Hermasch, Lempkestraße 10,  31787 Hameln
  • Kaufland SB-Warenhaus GmbH & Co. KG, Werkstraße 17, 31789 Hameln
  • Lidl, Deisterstraße 85, 31785 Hameln
  • Marktkauf Minden GmbH, Böcklerstraße 6-8, 31789 Hameln
  • Combi Verbrauchermarkt Hameln, Klütstraße 72, 31787 Hameln

Zum Hintergrund:

Für ein faires Frühstück stehen Kaffee, Tee, Kakao und Orangensaft, Früchte, Marmeladen, Honig, Zucker, Schokoladenaufstriche, Gebäck und vieles mehr zur Verfügung. Oft wird vergessen, dass diese Zutaten gar nicht in der Nähe wachsen, sondern aus fernen Ländern und Kontinenten stammen. Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika produzieren unsere Lebensmittel zumeist unter Umständen, die ihnen keine menschenwürdigen Lebens- und Arbeitsbedingungen ermöglichen und gleichzeitig Umwelt und Klima schädigen. Das Fairtrade-Siegel steht für sozial nachhaltige Produkte. Umweltverträglichen Produktionsweisen werden aber ebenfalls eine wichtige Bedeutung zugemessen: Mehr als die Hälfte der Fairtrade-Produkte tragen auch ein Bio-Siegel. Der Landkreis Hameln-Pyrmont wurde 2013 als Fairtrade-Landkreis zertifiziert, das bedeutet, dass sich Politik und Verwaltung dafür einsetzen, den fairen Handel noch bekannter zu machen, fair gehandelte Produkte zu kaufen und selbst mit gutem Beispiel vorangehen. So wird beispielsweise bei allen Veranstaltungen im Kreishaus nur fair gehandelter Kaffee, Tee oder Orangensaft angeboten.